medien

Montag, 28. Mai 2007

Leichen im Fernsehkeller

Ich habe Leichen im Keller. Und fast jeden Tag kommt eine neue hinzu. Ich spreche von Big Brother. Ja genau, von dem Fernsehformat, das vor fünf Jahren total angesagt hat und im Jahr 2007 keine nasse Socke mehr hinter dem Sofa mehr hervorlockt. Außer mich. Fast jeden Tag gebe ich mich den aufregenden Erlebnissen von Leon, Knubbel und Co. hin, die in einem häßlichen Container bei Köln eingesperrt sind. Ich beobachte ihre sinnlosen Streitereien um Zigaretten und den Abwasch, schüttle den Kopf bei Eddy egoistischen Verhalten und freue mich über das Liebesglück von Sonja und Basti.



Ich gebe es ja zu, es ist einfach stinklangweilig. Es passiert nichts. Die Bewohner (Expertenjargon) liegen den ganzen langen Tag im Garten (schönes Wetter) oder auf der Couch (schlechtes Wetter). Wie auch bei einer guten Soap kann man ruhig ein paar Wochen pausieren, problemlos können die neuen Folgen ohne Verständnisschwierigkeiten verfolgt werden. Eddy und Kathrin fetzen sich im März um das Gleiche wie im Mai.



Interessiere ich mich deshalb auch für Blogs? Bin ich Wahrheit nur ein elender Spanner?

Mittwoch, 23. Mai 2007

Keine Aktualität beim Lonely Planet

Lonely Planet sieht sich gerne als der beste und aktuellste Reiseführer für Rucksackreisende. Die Beliebtheit der Bücher bestätigt diese Sicht.



Nur auf der deutschen Internetseite nimmt man es mit der Aktualität nicht so genau. Dort ist Silvio Berlusconi noch immer italienischer Ministerpräsident, obwohl seit immerhin einem Jahr Romano Prodi das Amt bekleidet.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Kahle Höhen des Bayerwaldes

 
DSC 0030





Der Anblick beim Aufstieg auf den Gipfel des 1373 Meter hohen Lusen aber ist erst einmal erschreckend. Wie verstreute Streichhölzer liegen links und rechts vom Weg die mächtigen Baumstämme, umgehauen durch einen kleinen Käfer, der sich zwischen Baum und Borke schiebt und sich dort rasant vermehrt.
Dieser Absatz aus dem Reiseteil der Süddeutschen Zeitung vom Mittwoch über den Nationalpark Bayerischer Wald erinnert mich an Fotos, die mein Vater im Sommer am Dreisessel gemacht hat. Anderer Berg, gleiche Situation: Der Borkenkäfer vernichtet Wälder.

Ein Magazin für die Zeit

Die ZEIT bekommt ein Magazin als Beilage. Anstatt des Ressorts Leben gibt es nun wöchentlich das ZEITmagazin Leben. 1999 schaffte der Verlag das Magazin aus Kostengründen ab. Zu einer Zeit, als ich noch vorwiegend TKKG und Süderhof las.



Erste Bilder können bereits angesehen werden und ich muss sagen, dass es einen sehr stylischen Eindruck macht. Tolle Fotos aus tollen Perspektiven. Ich hoffe der Inhalt und das restliche Design überzeugen mich auch in diesem Maße.



Wenn es nur halb zu gut ist wie das SZ Magazin, bin ich zufrieden. Noch bevor ich regelmäßig die Süddeutsche las, bekam ich jeden Freitag von Bekannten das SZ Magazin.



Pünktlich zum neuen Magazin hab ich mir ein ZEIT-Probeabo bestellt. Nach dem Abitur hab ich ja endlich wieder massig Zeit ZEIT zu lesen.

Focus Campus - kostenloses pdf-Magazin

Alle renommierten Zeitungen und Magazine versuchen mehr oder weniger erfolgreich im Internet Fuß zu fassen. Einen neuen Ansatz hat dabei Focus. Seit Oktober 2006 bietet der Focus Magazin Verlag das Wochenmagazin zum Thema Studium an. Zusammen mit Focus Campus ging die gleichnamige Community an den Start, in der die Kundschaft gehalten werden soll.´



Das Magazin macht einen guten Eindruck, wirkt jung. Verweise auf den "Kiosk-Focus" werden natürlich gerne eingebaut. werbestrategisch ist die gut geplant: In der normalen Ausgabe werden in den nächsten Wochen Rankings zu bestimmten Studiengängen vorgestellt. Focus Campus ist dazu natürlich die ideale Werbeform.



Wichtig ist im Magazin die Lesereinbindung, sogenannter user generated content. Geschickt werden dabei Community und Magazin verwoben: Wird der Beitrag eines Studenten publiziert, gibt es Credits als Belohnung, die gegen Prämien eingelöst werden können.



Focus Campus ist ein kurzweilige Unterhaltung mit gelegentlich kreativen Themen, beispielsweise wird diese Woche der typische Studentenjob "Messehostess" unter die Lupe genommen. Leider sind die Artikel oft all zu kurz, wodurch sie eher Anstoß fürs googeln sind.



Der Verlag bezeichnet als Zielgruppe "1,9 Millionen Studenten, die als überaus online-affin gelten". Ist das richtig gedacht? Studenten brauchen keine Rankings, keine Lobhudeleien auf bestimmte Universitäten, haben sie sich doch bereits für einen Studiengang an einer Universität entschieden. Lesen Studenten also solche Magazine oder nicht doch eher Abiturienten, die vor der Wahl eines Studiums stehen?

Mittwoch, 16. Mai 2007

Christiane F. verwirrt bei Maischberger

Gestern war Christiane F. zum Thema "Jedem seine Droge: Sind wir eine gedopte Gesellschaft?" zu Gast bei Sandra Maischberger. Ich zappte kurz vorbei und ich muss sagen: Christiane F. wirkte verwirrt.

Tangierte mit ihren Antworten die Fragen grundsätzlich nur peripher. Beweis: hier

schafott ...

... beschäftigt sich mit Politik, Geschichte, Medien, Literatur und anderem, was interessiert.

Mein Lesestoff


Christian Kracht
Der gelbe Bleistift.

kostenloser Counter

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

horchen
lernen
lesen
medien
politisches
tagtäglich
tagt�glich
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken && handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: